Die Ruhe der Kräutergärten

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3 Jahre 3 Wochen her #194 von Irene
Irene erstellte das Thema Die Ruhe der Kräutergärten
Sie reckte den Kopf gen Himmel und sog die frische Luft ein. Sie mochte den Geruch von frisch umgegrabener Erde, die ihr von dem Kräutergarten, vor dem sie hockte, entgegenströmte. Der Himmel zog sich immer weiter zu, es würde sicherlich bald regnen, sie musste sich also beeilen, wenn sie vorher noch die restlichen vier Kräutergärten bestücken wollte.

Sie genoss die Stille, in diesem abgelegenen Teil der Stadt. Hier konnte sie ihren Gedanken freien Lauf lassen und die höfischen Gepflogenheiten über Bord werfen. Niemand störte sie hier oder wollte irgendwelche politischen Entscheidungen getroffen haben, die sie eh nicht in der Lage war einzuschätzen. Sie verfluchte oft ihren Vater, der sie in so jungen Jahren der Politik wegen verheiratete und ihr nun dieses Land hinterlassen hatte. Mit Neid beobachtete sie die anderen Stadtbewohner, die lachend, scherzend und teilweise sogar singend durch die Straßen liefen. Ihr selbst war es nicht vergönnt, zumindest hatte man ihr das erzählt. Von klein auf wurde ihr beigebracht, dass sie sich soundso zu verhalten habe und dass sie dieses und jenes zu tun hätte und sie hatte es gehasst. Erst vor ein paar Tagen wurde ihr ein neues Pferd geschenkt. Als man ihr sagte, dass der prachtvolle Schimmel für sie sei, entfuhr ihr ein Freudenschrei, wofür sie sofort abschätzige Blicke erntete. „Es ziemt sich nicht für eine Königin.“, hallte es in ihrem Kopf wieder. Der Satz den sie nur allzu oft von ihrer Tante hörte, bei der sie aufwuchs, weil ihre eigene Mutter angeblich nicht in der Lage gewesen war sie „ordentlich“ zu erziehen. Sie wusste nur zu gut, dass das hieß, dass ihre Mutter sie nicht standesgemäß erzogen hatte. Sie hasste ihre Mutter dafür, dass sie sich nicht gegen ihren Vater durchsetzen konnte und sie hat gehen lassen. Sie seufzte und schüttelte die düsteren Gedanken ab. Es war, wie es nun einmal war. Sie war nun hier und sie hatte ein Land zu führen und das würde sie auch tun, so gut sie konnte.

Friedrich, ihr Gemahl war wie so oft nicht in der Stadt. Er ritt viel aus und vergnügte sich bei der Jagd. Ihm gab die Jagd das, was ihr die Kräuterkunde zu geben vermochte. Auch, wenn sie genau wusste, was die anderen dachten. Das Getuschel und die mitleidigen Blicke der Leute bemerkte sie sehr wohl, und sie wurden mit jedem Tag schlimmer, da sie dem König keinen Nachkommen schenkte. Doch sie gab nichts auf das Geschwätz der anderen. Sie wusste, dass er sie nicht auf solche Weise verletzten würde. Und wenn doch, nun dann hoffte sie, dass er es fernab der Öffentlichkeit tat.

Sie war gerade dabei die Erde an dem frisch eingesetzten Kraut festzudrücken, als plötzlich ein heftiger Regenschauer einsetzte. Sie überlegte kurz und entschied sich dann in der Apotheke Schutz zu suchen, die sich nur wenige Meter von ihr entfernt befand. Sie rannte zu der kleinen Hütte, riss die Tür auf und sprang hinein. Auf halbem Weg wurde sie abrupt abgestoppt und landete unsanft auf ihrem Hintern. Ihr entfuhr ein leises „Aua“ während sie sich mit der einen Hand an den Kopf und mit den anderen an die Hüfte fasste, bevor sie erschrocken die Augen aufriss. „Es tut mir so leid, ist Euch etwas passiert?“ fragte Kilian besorgt, der sich vor Irene hinhockte und sie eindringlich musterte. Irene schüttelte den Kopf und versuchte aufzustehen, als Kilian ihr helfend die Hand reichte. Sie zögerte kurz, bevor sie seine Hand ergriff, sich erhob und sich das Kleid glatt streifte. Verschämt schaute sie zu Boden und versicherte ihm, dass er keine Schuld trug, er konnte ja nicht ahnen, dass jemand in das Häuschen gestürmt käme. „Es fing auf einmal furchtbar stark an zu regnen und ich suchte Schutz.“, ergänzte sie mit gesenktem Blick.

Kilian wusste nicht so recht, was er tun sollte. Da stand er nun in diesem kleinen Raum und vor ihr die kleine, zierliche und triefnasse Königin, die anscheinend auch nicht wusste, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Er beschloss einfach mit der Arbeit weiter zu machen und überlegte sich, was er sagen konnte, um die Sache für beide ein wenig angenehmer zu gestalten. Er war ihr noch nie so nah und ihm viel auf, dass sie noch keine zwanzig sein konnte und somit kaum älter als er selbst war. Er nahm einen Mörser in die Hand und fragte: „Seid Ihr bewandert in der Alchemie?“ Sie schüttelte kaum merklich den Kopf: „Ich kenne die Wirkung der Kräuter, doch mit Tinkturen habe ich mich bisher nicht beschäftigt.“ Er bemerkte sofort eine Veränderung in ihrer Haltung und in ihrer Stimme. Sie war mit einem Mal aufgeweckter und interessiert. Er konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. „Nun, wollt Ihr mir vielleicht zur Hand gehen, solange das Wetter uns die Apotheke nicht verlassen lässt?“ Sie nickte und lächelte ihn an. Ein kleiner Schauer durchfuhr ihn. In seiner Vorstellung, waren Regenten alte, verbitterte und hinterhältige Menschen. Doch das schöne junge Mädchen, was hier vor ihm stand und ihm ein warmes Lächeln schenkte entsprach diesem Bild in keiner Weise. Er blinzelte ein paar Mal, um sich wieder zu besinnen und deutete auf ein Regal hinter ihr „Dort oben befinden sich ein paar Kräuter, die gemahlen werden müssten. Danach können wir ein paar Heiltinkturen daraus mischen.“ Sie sah sich um und nickte, bevor sie nach den Kräutern griff. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie mehr als einen Kopf kleiner war als er. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und versuchte die Kräuter, die auf dem Wandregal lagen zu erreichen. Als er bemerkte, dass noch ein gutes Stück fehlte, ging er einen Schritt vor und griff nach den Kräutern. Dabei stieg ihm der süße Duft ihrer Haare in die Nase.

Sie bemerkte die Wärme, die von seinem Körper ausging. Ohne sich umzudrehen, spürte sie, dass er ihr ganz nah war. Kurz darauf sah sie seine Hand über ihr, die die Kräuter ergriff, die sie trotz größter Bemühungen nicht erreichen konnte. Sie zog ihren Arm zurück und ließ sich von ihren Zehenspitzen abrollen, bevor sie sich zaghaft umdrehte. Kilian stand direkt vor ihr. Erst jetzt bemerkte sie, dass sein Hemd sich unter seinem muskulösen Oberkörper spannte. Sie senkte ihren Blick und spürte die Wärme in ihren Wangen aufsteigen. „Bitteschön.“ Sagte er und hielt ihr einen Bund mit einem Kraut hin, welches mit kräftigen blauen Blüten geschmückt war. Sie schluckte und trat einen Schritt zurück, bevor sie eilig in Richtung Tür ging. Beim Hinausgehen sagte sie: „Ich habe ganz vergessen, dass ich mit Mirlanda verabredet bin, Entschuldigung.“ und verschwand daraufhin im strömenden Regen.
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3 Jahre 2 Wochen her - 3 Jahre 2 Wochen her #226 von Irene
Irene antwortete auf das Thema: Die Ruhe der Kräutergärten
Teil 2

„Ich habe ein paar Pfifferlinge gefunden.“, rief Irene freudestrahlend und hielt einen der Pilze hoch, bevor sie ihn in den mitgebrachten Beutel packte. Mirlanda zog ein schmollendes Gesicht und streckte die Zunge raus, da ihr Beutel immer noch leer war. Im Suchen irgendwelcher kleiner Sachen war sie nie gut gewesen, ihr lag eher die Spurensuche und die Jagd. Irene lachte und sammelte die umliegenden Pilze ein. Die Sonne schien durch die bunten Blätter des Waldes, der sich infolge des nahenden Winters immer mehr lichtete und die beiden Frauen beschlossen einen Ausflug zu machen, um den Burgmauern eine Weile zu entfliehen. Ihre Pferde grasten unweit von ihnen auf einer kleinen Lichtung, auch sie schienen die letzte Wärme des Jahres zu genießen.

Nach weiteren zehn Minuten erfolgloser Suche, lief Mirlanda zu Irene herüber und begann zu quengeln: „Ich hab keine Lust mehr und ich bekomme langsam Hunger, können wir nicht die Decke zu den Pferden legen und den Rest des Tages da ausklingen lassen?“ Irene hielt sich die Hand vor den Mund und begann laut zu lachen. Mirlanda war in den letzten Monaten zu einer treuen und liebgewonnenen Freundin geworden, die sie durch ihre unbeschwerte Art und Weise immer wieder den strengen Alltag des Hofes vergessen ließ. Sie stieß Mirlanda leicht gegen den Oberarm, bevor sie erwiderte: „Na gut, aber mit den paar Pilzen“, sie hielt den Beutel hoch und schüttelte ihn, bevor sie fortfuhr „wirst du kein Festmahl zaubern können.“ Mirlanda setzte ein gespielt schockiertes Gesicht auf: „Wer sagt denn, dass es für alle reichen soll? Wenn ich für uns zwei eine leckere Suppe zubereiten kann, finde ich, ist das genug.“ Sie zwinkerte Irene zu und hakte sich bei ihr ein. Irene nickte und sie gingen beide in Richtung der Lichtung, als Mirlanda abrupt stehen blieb und sich umschaute. Irene versuchte ihrem Blick zu folgen, konnte aber nichts entdecken, weshalb sie schließlich fragte: „Was ist denn?“ „Pscht.“, antworte Mirlanda und flüsterte „Lauf schnell zu deinem Pferd und reite nach Hause, so schnell du kannst!“ Als Irene sie fragend ansah, schrie sie „Lauf!“, drehte sich um und zog in einer fließenden Bewegung mit einer Hand ihren Bogen und mit der anderen einen Pfeil aus ihrem Köcher. Irene raffte derweil ihr Kleid und lief so schnell sie konnte in Richtung ihres Pferdes, doch nicht ohne noch einmal nach hinten zu schauen. Nun sah sie, was Mirlanda so in Panik versetzte, denn aus dem dichteren Teil des Waldes kamen drei Wölfe knurrend und mit fletschenden Zähnen angerannt. Irene sah wieder nach vorn und entdeckte, dass die Lichtung, auf der ihr Schimmel wartete, nicht mehr weit entfernt war.

Hinter ihr hörte sie einen der Wölfe aufjaulen, Mirlanda musste einen von ihnen erwischt haben. Sie hoffte inständig, dass ihrer Freundin nichts passierte, während sie nun nur noch ein paar Schritte von ihrem Pferd entfernt war. Als sie es endlich erreichte, setze sie ihren rechten Fuß in den Steigbügel, als sie aus dem Augenwinkel heraus den großen grauen Jäger auf sie zuspringen sah. Doch bevor er sie erreichte, trat ihr Pferd aus und traf den Wolf, so dass dieser im Flug gestoppt wurde und laut aufjaulte. Irene, die dabei zu Boden fiel rappelte sich schnell wieder auf und stieg auf ihr Pferd. Sie bedeutete ihm loszureiten und so hatten sie schon die halbe Lichtung hinter sich gelassen, als der Wolf sich hinter ihr wieder aufrappelte und die Verfolgung aufnahm. Gerade als sie dachte, dass der blutrünstige Jäger sie nicht mehr einholen würde, bäumte sich ihr Schimmel auf und fiel mit seiner Reiterin zu Boden. Der dritte Wolf hatte sich im Hinterlauf ihres Pferdes verbissen und brachte es so zu Fall. Irene kroch ein Stück, bevor sie sich stolpernd aufrichtete und humpelnd weglief. Ihr Knie tat furchtbar weh, doch sie versuchte den Schmerz zu ignorieren. Tränen liefen ihr über das Gesicht, als sie ihr Pferd hinter sich laut wiehern hörte. Sie blickte während des Laufens immer wieder hinter sich, so dass sie sah, dass ihr Verfolger ihr dicht auf den Fersen war. Sie konnte schon deutlich seine Schritte auf dem feuchten Waldboden hören, als ein Pfeil an ihr vorbeisauste und das Tier hinter ihr jaulend zu Boden fiel. Mirlanda lief ihr entgegen und blieb neben ihr stehen, bevor sie ihren Bogen erneut anlegte und in Richtung des Pferdes schoss. Wieder war ein Jaulen zu hören und dann war es still. „Ist alles in Ordnung?“, fragte Mirlanda an ihre Königin gerichtet, die sie von oben bis unten begutachtete. Irene nickte und sah mit verweinten Augen in Richtung ihres blutbeschmierten Schimmels, welcher sich nicht mehr bewegte. Mirlanda folgte ihrem Blick, nahm Irene in die Arme und ging mit ihr einen Bogen um das Pferd, zurück zur Lichtung, wo sie ihr eigenes zurückgelassen hatte. Sie fanden Mirlandas Pferd ein wenig später. Es war ein Stück in den Wald hineingelaufen. Mirlanda half Irene auf das Pferd, bevor sie sich hinter sie setzte und beide in Richtung Klingenberg zurück ritten.

Als sie endlich ankamen, dämmerte es bereits. Mirlanda brachte Irene in die Küche und setzte sie auf einen der Stühle, bevor sie ihr Knie untersuchte. Es war komplett blau angelaufen, jedoch schien es nur geprellt. Während sie vor Irene hockte, sah sie ihr in die verweinten Augen: „Alles in Ordnung?“ Irene schüttelte den Kopf, worauf hin Mirlanda sie wieder in die Arme nahm, sie festhielt und ihr über das Haar strich. Irene liefen schluchzend dicke Tränen das Gesicht herunter. Die letzten Stunden voller Angst und Trauer sprudelten aus ihr heraus, doch die Umarmung von Mirlanda spendete ihr Trost. Noch lange nachdem sie sich endlich beruhigt hatte, verharrte sie in dieser Position, lauschte dem Herzschlag Mirlandas und genoss das Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Vertrautheit unter dem klaren Sternenhimmel.
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2 Jahre 11 Monate her #446 von Irene
Irene antwortete auf das Thema: Die Ruhe der Kräutergärten
Teil 3

Kleine Wellen erreichen den Strand, an dem sie sitzt. Es ist Vollmond und ein kühler Wind streicht über ihre Haut. Sie starrt hinaus auf das offene Meer. Sie ist mit sich im Reinen. Ihr Atem geht ruhig, als sie das kleine Fläschchen aus ihrer Tasche holt. Sie schaut auf den kleinen angebrachten Zettel, auf dem in sauberer, geschwungener Handschrift der Name des Elixiers geschrieben steht. Was es genau ist, weiß sie nicht. Doch sie weiß, dass der Alchemist seine Tränke nach Farben sortiert und dieses hier ist mit einem schwarzen Punkt versehen. Es ist tödlich. Sie umklammert die kleine Glasflasche und schaut erneut hinaus auf den Ozean. Sie geht noch einmal alles durch. Hat sie alles bedacht? Ist es wirklich der letzte Ausweg? Sie nickt innerlich. Es ist das einzig Richtige, die einzig logische Entscheidung. Sie ist das Problem, nicht die anderen. Wenn sie verschwindet, wäre alles wieder in Ordnung, da ist sie sich sicher. Gerne würde sie sich jemandem anvertrauen, doch sie weiß, dass niemand sie verstehen wird. Niemand kann nachempfinden, wie es ist. Sie ist ganz allein. Sie denkt an die Truhe in ihrer Hütte und schließt verzweifelt die Augen. Sie weiß, was passiert, wenn jemand den Inhalt des Behälters entdecken würde. Sie weiß, welche Strafe sie erwarten würde, wenn es die falsche Person herausfindet und früher oder später wird man es herausbekommen, auf die eine oder andere Weise. Sie weiß, dass es immer schlimmer wird, dass sie es nicht kontrollieren kann, dass sie immer leichtsinniger werden wird, bis es herauskommt, wie beim letzten Mal.

Es ist viele Jahre her und doch erinnert sie sich nur zu gut an die Folgen, als sie ertappt wurde. Sie erinnert sich an den Arzt, der sie einsperrte und mit abstrusen Methoden behandelte, angeblich, um ihr zu helfen, so lange, bis sie gebrochen war. Nie wieder wollte sie dies durchmachen. Sie will es nicht tun. Sie weiß nicht, warum sie es tut. Sie weiß nur, dass sie es tun muss. Es zerreißt sie innerlich, wenn sie dem Drang nicht nachgibt. Hinterher sitzt sie weinend in ihrem kleinen Haus und schaut verzweifelt auf die Truhe, die ihr so viel Leid beschert. Sie ist krank, das weiß sie, und nichts und niemand vermag ihr Heilung zu geben, weil niemand versteht, was ihr fehlt.

Sie sieht hinunter auf ihre Hand, die das Gift umklammert und öffnet sie. Sie ist bereit. Sie ist mit sich im Reinen und bereit es zu beenden. Sie schaut hinauf zum Vollmond und beginnt leise zu flüstern: „Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, …“ Sie beendet ihr Vaterunser, zieht den kleinen Korken aus der Flasche und führt diese zu ihren Lippen, als sie immer lauter werdendes Hufgetrappel hört, das Fläschchen wieder absenkt und in ihrer Hand verschwinden lässt.

Der Reiter steigt von seinem Pferd und läuft auf sie zu: „Irene, Liebste, was tust du denn alleine hier draußen?“
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2 Jahre 11 Monate her - 2 Jahre 11 Monate her #609 von Irene
Irene antwortete auf das Thema: Die Ruhe der Kräutergärten
Teil 4

Die Nacht ist ruhig und sternenklar. Ein kühler Wind streift ihre Haut, als sie über das Land schaut. Ein Hauch von Winter liegt in der Luft und die Natur ist geprägt von ihren Vorbereitungen auf diesen. Kaum ein Baum ist noch zu sehen, der die grüne Pracht des Sommers noch trägt. Sie führt das Glas in ihrer Hand zu ihrem Mund und nimmt einen Schluck, bevor sie den Arm wieder auf der kalten Steinmauer ablegt. Sie schließt die Augen und streicht sich mit ihren Fingerspitzen über ihre Lippen. Sie erinnert sich an seine Berührungen, seine Küsse, seine Worte, die er in ihr Ohr haucht. Sie öffnet die Augen und nimmt noch einen Schluck. „Warum jetzt?“, fragt sie sich immer wieder. Warum ausgerechnet jetzt? Sie sollte sich auf Ihre Aufgaben konzentrieren, sie sollte sich nicht von Gefühlen ablenken lasse. Und doch bekommt sie ihn nicht aus dem Kopf. Sie seufzt und greift nach der Flasche, um ihr Glas aufzufüllen. Sie schaut über die Zinnen der Burgmauern. Die Stadt liegt ruhig zu ihren Füßen. Ein Pärchen läuft durch die Straßen. Sie halten sich bei den Händen und lachen, während sie einen Lichtkegel nach dem anderen passieren. Sie nimmt noch einen Schluck aus ihrem Glas und lächelt traurig.

Sie schaut über ihre Schulter zu ihren Gemächern. Auf dem Tisch liegt die Schriftrolle, auf der kleine Schatten von der danebenstehenden Kerze tanzen. Ein Schritt wäre getan, auch wenn sie nicht weiß, wie Heinrich darauf reagieren wird. Sie weiß, dass ein baldiger Besuch Greifswald unvermeidlich ist und es graust ihr, bei dem Gedanken daran. Sie lässt erneut den kühlen Wein ihre Kehle hinunterfließen. Sie schiebt den Gedanken an einen wütenden Heinrich beiseite und denkt an das Treffen, das die nächsten Tage stattfinden sollte. Sie wünschte, Kilian wäre bei dem Treffen dabei. Bei dem Gedanken daran, dass sie nun allein mit ihm sein wird, nimmt sie erneut einen großen Schluck aus dem Weinglas, womit sie es erneut leert.

Sie schaut wieder auf die Stadt hinunter und überlegt, was sie bei dem Treffen noch vorbringen kann, was sie nicht schon gesagt hätte. Sie greift nach der Weinflasche und nimmt dieses Mal einen großen Schluck direkt daraus und überlegt, welche Informationen sie bisher erhalten hat. Was hat sie bisher übersehen? Sie weiß es nicht. Sie dreht sich mit dem Rücken zur Steinmauer und lässt sich an ihr heruntergleiten, bis sie schließlich auf dem Boden sitzt und ihr Gesicht in ihren Händen vergräbt. Nach einigen Minuten lehnt sie ihren Kopf zurück, bis dieser an der Steinmauer lehnt. Sie beobachtet die Sterne, wie sie einzeln am Himmel stehen und doch zusammen viele verschiedene Sternebilder formen. Sie zieht die Augenbrauen zusammen und legt den Kopf leicht schräg, als ihr etwas bewusst wird. Sie nickt entschieden, steht auf und nimmt sich die leere Flasche und das leere Glas, bevor sie in ihre Gemächer läuft.
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2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #664 von Irene
Irene antwortete auf das Thema: Die Ruhe der Kräutergärten
Teil 5

Der eisige Wind wehte über ihre Haut, während sie auf das Meer starrte. So viel war passiert. So viel, das sie nicht verstand. Wie war es nur so weit gekommen? Sie schüttelte den Kopf. Sie wusste es nicht. Die Ereignisse der letzten Woche überschlugen sich und sie fühlte sich wie ein Blatt im Wind, das alldem ausgeliefert war. „Wo bist du nur?“, flüsterte sie, als würde der Wind ihre Worte zu ihm tragen. Sie hatte ihn tagelang gesucht, ohne Erfolg. Er war einfach verschwunden.

Die Ruinen, wo sie ihn zuletzt antraf, waren verlassen. Kein Lebenszeichen hatte sie von ihm seither vernommen. Lediglich Lara war ihr geblieben. Lara, die sie jeden Tag mit großen Augen ansah. Sie kümmerte sich um sie, hegte und pflegte sie, wusste sie doch zu gut, was sie ihm bedeutete. „Er kommt dich sicher bald abholen.“, sagte sie ihr jeden Tag aufs Neue, während sie sie striegelte. Doch war das so? Das letzte Mal, als sie ihn sah, gingen sie im Streit auseinander. Sie musste sich entscheiden, zwischen ihrer Pflicht und ihm, schon wieder und sie hat sich erneut gegen ihn entschieden.

Sie schloss die Augen und sog die Meeresluft ein, während sie versuchte sich zu erinnern, wann alles begann aus dem Ruder zu laufen. War es an dem Tag, als er getauft wurde? Nein, da war es längst zu spät. Der Tag, an dem er ihr sagte, dass er sich für sie taufen lassen wollte? Sie öffnete die Augen und seufzte. Nein auch da war es längst zu spät. Sie hätte ihm schon viel eher sagen sollen, dass sie nicht weiß, ob sie je dasselbe für ihn empfinden würde, wie er für sie. Wie oft hatte er ihr versichert, dass er sie liebte? Sie wusste es nicht. Wie oft hatte sie seine Worte erwidert? Sie konnte es nicht, nicht ein einziges Mal. Hatte er es nicht bemerkt oder hatte er gehofft, dass sie es irgendwann konnte? Hatte er es gar ignoriert? Sie wusste es nicht und nun spielte es auch keine Rolle mehr, er war fort. Sie hatte ihn verloren und das einzige, was ihr von ihm noch blieb war Lara. Sie ballte die Hände zu Fäusten und stieß einen lauten Schrei aus, bevor sie auf die Knie sank und ihr Gesicht schluchzend in ihren Händen verbarg.
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2 Jahre 8 Monate her - 2 Jahre 8 Monate her #971 von Irene
Irene antwortete auf das Thema: Die Ruhe der Kräutergärten
Teil 6

Auf Zehenspitzen schleicht die in einen langen schwarzen Umhang gehüllte Person den Grashügel zum Südtor hinunter. Sie hatte gewartet, bis sich die Torwache, wie jede Nacht, zum Nordtor aufmachte. Sie hatte oft mit Eduard gesprochen. Er hatte fast jede Nacht Dienst am Südtor und wenn er seine Patrouille auf der Mauer entlang machte und er sie auf dem Balkon vor ihren Gemächern erblickte, hielt er stets an und unterhielt sich ein wenig mit ihr. So manches Mal ist sie zu ihm ins Burgtor gegangen, wenn sie nicht schlafen konnte und hatte mit ihm die Stunden totgeschlagen. So hatte sie auch erfahren, dass sich viele der Torwachen jede Nacht für eine Stunde im Nordtor einfanden, um ihrer Leidenschaft, dem Würfelspiel nachzugehen. Eduard hatte schon so manchen Monatssold dort verspielt, was seiner Frau natürlich gar nicht gefiel.

Als sie sieht, dass das Südtor verlassen ist, läuft sie die Stufen bis zum ersten Fenster hinauf. Sie lehnt sich hinaus und schaut nach unten in die Dunkelheit. „War das immer schon so hoch?“, fragt sie sich in Gedanken und atmet tief durch. Als Kind hatte sie sich des Öfteren so aus der Stadt geschlichen. Momentan zweifelt sie ein wenig daran, heil unten anzukommen. Sie legt den Sack ab, den sie sich um die Schultern gelegt hatte und packt ein langes Leinenseil aus, dessen eines Ende sie an einem der Stützbalken im Torhaus festbindet. Das andere Ende bindet sie an dem abgelegten Sack fest und lässt ihn vorsichtig aus dem Fenster herab. Als sie ihr Kleid zusammenrafft und auf das Fenster klettert, wüscht sie sich ein großes Glas Wein herbei, verwirft den Gedanken jedoch sofort wieder, als sie sich an die Qualen des Entzugs erinnert. Das wollte sie weiß Gott nicht noch einmal erleben. Sie atmet nochmals tief durch und spricht sich Mut zu, während sie das Seil ergreift und sich langsam an diesem an der Mauer hinunter lässt. Unten angekommen, legt sie die flache Hand auf die kalte Steinmauer und schließt wehmütig die Augen. Sie denkt an ihre Kindheit, ihren Weggang, ihre Rückkehr und die letzten drei Jahre. So viel war in den letzten zwanzig Jahren passiert und sie dachte, nichts könnte sie je dazu bringen, diese Stadt zu verlassen. Sie geht ein paar Schritte zurück und befreit den Leinensack vom Seil, bevor sie sich umdreht und in die kleine Fischerhütte geht. Sie hockt sich vor ihre Truhe und öffnet langsam den Deckel. Gedankenverloren holt sie einen Schneiderkasten und eine Kochkleidung aus dem Sack und legt sie sorgfältig in die Truhe, bevor sie diese wieder verschließt und mit der Hand über das verzierte Holz streicht. Lange Zeit hatte sie nicht da Bedürfnis gehabt, dieses Haus und diese Truhe aufzusuchen. Er hatte sie glücklich gemacht und es schien, dass das der Schlüssel war, um diese unglückselige Krankheit zu besiegen. Sie musste keine Sachen stehlen, solange er nur bei ihr war. Sie sieht sich in dem kleinen Zimmer um. Sie hatte früher viele Stunden hier zugebracht. Es war ihr kleiner geheimer Zufluchtsort und nur wenige kannten ihn. Nur wenige wussten, dass sie, wenn sie Kummer hatte oder einfach allein sein wollte, hier herkam. Sie steht auf und geht hinüber zu dem Bett. Sie setzt sich kurz darauf und streicht über die Decke, bevor sie in den benachbarten Raum geht und ihre Hand auf den Tisch legt. Sie schmunzelt gedankenverloren, als sie die Holzdielen hinter ihr knarzen hört: „Mylady, seid Ihr soweit? Die Pferde stehen am Strand bereit.“ Sie dreht sich langsam zu Trystan um und nickt ihm langsam zu, bevor sie an ihm vorbei hinaus ins Freie geht. Wortlos begleitet er sie, den schmalen Pfad entlang des Berghanges hinunter zum Strand, wo er ihr auf den schwarzen Hengst hilft. Auch als sie nicht, wie er erwartete, in Richtung Osten reitet, sondern sie entgegengesetzt kurz am Strand entlang und dann die Böschung hinauf reitet, begleitet er sie stumm. Als sie an dem Marmorweg ankommen, bleibt sie stehen und schaut auf das kleine, im Wald versteckte Häuschen. Ein kleines, flackerndes Licht scheint durch eines der oberen Fenster.

Durch die Erlebnisse der letzten Jahre dachte sie, sie könne alles ertragen. Sie hatte körperliche und seelische Qualen ertragen und durchgestanden, sie dachte, nichts könnte sie je erschüttern, doch sie hatte nicht mit dem Verlust ihrer engsten Vertrauten und ihrer Liebe gerechnet. Sie hatte versucht es zu akzeptieren und damit zu leben, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, doch als er sie „Liebes“ nannte, genauso, wie er sie einst nannte, dieser Schmerz in ihrem Herzen war unaussprechlich und sie wusste, dass sie es nicht erträgt und dass sie gehen musste. Sie starrt einige Minuten wortlos auf das Haus, bevor sie die Augen schließt und leise sagt „Viel Glück euch beiden. Möge der Herr euch schützen.“. Eine Träne läuft über ihre Wange, als sie ihrem Pferd zu verstehen gibt, den marmorgepflasterten Weg entlang zu reiten.

Als sie sie das Ende des Wegen erreicht haben, in den Wald reiten und die Lichter der Stadt immer mehr zwischen den Bäumen verschwinden, reitet Trystan auf ihre Höhe und schaut sie besorgt an „Ist alles in Ordnung Mylady?“ Sie schaut ihn an und schüttelt leicht den Kopf, bevor sie fragt: „Ist alles vorbereitet?“ Er nickt: „Das Schiff wird bei Morgengrauen ablegen, wir sollten und beeilen.“
Ohne ein weiteres Wort gibt sie ihrem Pferd einen leichten Tritt und erhöht so die Reitgeschwindigkeit. Zwei Stunden später erreichen sie den kleinen Hafen an der Ostküste, wo ein kleines Handelsschiff vor Anker liegt und ein gutes Dutzend Männer dabei sind, Kisten und Säcke an Bord zu bringen. Sie steigt von ihrem Pferd ab und schaut sich um. „Petta ist dort drüben Mylady.“ Sie folgt seinem Blick und erblickt ihren treuen Gefährten, der dabei ist ein Fass von einem Pferdekarren zu nehmen. Sie geht zu ihm herüber und streift die Kapuze ihres Umhangs von ihrem Kopf. „Da bist du ja Irene, ich habe schon gedacht, du hast es dir vielleicht anders überlegt und ich darf alles wieder auf den Karren laden.“, Petta wischt sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn und schaut sie breit grinsend an. Sie schüttelt den Kopf und versichert ihm, dass das nicht nötig sein wird und dankt ihm für seine Arbeit. Petta war immer jemand, mit dem sie sich unbeschwert über alles unterhalten konnte. Er war ein ruhiger Geselle, der meistens die Abgeschiedenheit suchte. So war er nicht verwunderlich, dass er sich recht bald ein kleines Häuschen außerhalb der Burgmauern errichtete und dort die meiste Zeit verweilte, während er sich um die Felder kümmerte und dafür sorgte, dass die Bewohner Klingenbergs etwas ordentlichen zu Essen auf den Tisch bekamen. Als sie vor ein paar Wochen ihren zwanzigsten Geburtstag hatte, kam Petta zu ihr mit einem großen, frisch gebackenen Apfelkuchen und präsentierte ihn ihr Stolz. Er hatte noch ein wenig Mehl im Gesicht und grinste breit, als er ihr sein Meisterwerk präsentierte. Als sie ihn später in seinem Haus anschnitten, beichtete er ihr, dass er fünf Anläufe brauchte, bis er gelungen war, doch er wollte ihr unbedingt eine Freude machen. Als sie ihm einige Tage später sagte, dass sie die Insel verlassen wollte, zögerte er keinen Augenblick und sagte ihr, dass er sie begleiten und sich um sie kümmern wollte. Sie war so gerührt, dass sie nicht wusste, was sie sagen sollte, während er schon aufzählte, was er alles mitnehmen würde, damit sie gut versorgt wären. Und nun stand er hier vor ihr und entpackte Fass um Fass voll mit Essen und Saatgut. „Kann ich dir beim Entladen helfen?“, fragte sie höflich, obwohl sie genau wusste, dass er sowieso ablehnen würde. Er schüttelte wie erwartet den Kopf und sah zum Schiff hinauf: „Ich habe schon jemanden, der mir hilft.“ Sie folgt ihrem Blick und starrt mit offenem Mund zur Reling, wo ihr Blick mit einem verschmitzten Lächeln erwidert wird. „Aber... wie?“ „Mylady“, setzt Trystan an „Ich habe mir erlaubt, ihn über Euer Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Er bestand darauf, Euch zu begleiten.“ Mit großen Augen schaut sie Trystan an, bevor sie ihm förmlich um den Hals fällt. „Ich weiß nicht, wie ich Euch je danken soll, Trystan.“ „Das ist nicht nötig, Mylady.“ Sie geht einen Schritt zurück und schaut ihm in die Augen: „Ich verspreche Euch, ich werde weiter nach Eurer Familie suchen und ihnen sagen, wo Ihr zu finden seid, wenn ich erfolgreich war.“ Er nickt ihr zu: „Ihr solltet an Bord gehen, die Sonne geht bald auf.“ Sie umarmt ihn noch einmal fest, bevor sie sich abwendet und den Holzsteg entlang geht. Kurz bevor sie das Schiff betritt, dreht sie sich noch einmal zu Trystan um und ruft: „Torvi kann sich sehr glücklich schätzen.“ Trystan, der bereits auf sein Pferd gestiegen ist, nickt ihr noch einmal lächelnd zu, bevor er die Zügel des zweiten Pferdes ergreift und langsam mit ihm davon reitet.

Sie betritt das Schiff und lässt ihren Blick über das dunkle Land schweifen, während sie sich mit ihren Unterarmen auf die Holzreling stützt. „Bist du sicher, dass du das alles hinter dir lassen kannst?“ Sie schaut auf die große Gestalt neben ihr und schüttelt leicht den Kopf „Nein, bin ich nicht, aber ich kann auch nicht hier bleiben. Jeder einzelne Ort hier erinnert mich an ihn und daran, was ich verloren habe. Warum bist du hier, Kilian?“ Er lächelt sie an und greift mit einer Hand in seine Hemdtasche, bevor er sich hinter sie stellt. „Weil du ohne Arzt keine zwei Wochen überlebst und weil ich dir versprochen habe, dir das hier wiederzugeben.“ Er legt ihr ein Amulett um den Hals und verschließt es sorgfältig. Sie fasst sich an das Medallion an ihrem Hals und dreht sich zu ihm um: „Du wirst uns also wirklich begleiten?“ „Natürlich werde ich das. Ich werde solange bei dir bleiben, bis du mich nicht mehr brauchst oder mich fortschickst.“ „Aber deine Familie…“ Er nimmt sie in den Arm und streicht ihr über das Haar: „Ich sagte dir doch schon, du bist meine Familie.“ Sie legt ihren Kopf auf seine Brust und schaut auf den Horizont, der sich langsam rot ob des anbrechenden Tages färbt.
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