Zuflucht der Wildnis

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3 Jahre 20 Stunden her #724 von Elfrun Berengardottir
Elfrun Berengardottir erstellte das Thema Zuflucht der Wildnis
Jetzt war er tot. Elfrun schaute auf den leblosen Körper herab. Der Regen prasselte und entlockte dem Feuer ein ständiges Zischen.
An einem ganz ähnlichen Tag hatte alles begonnen. Sie erinnerte sich an die Schreie und wutentbrannten Leute, ein großes Haus, in das sie gingen und an einen Mann, der einige Worte mit ihrem Vater sprach, danach war es still... unfassbar still...
Elfrun schluckte den Kloß in ihrem Hals runter und stocherte mit einem Ast im Feuer.
All diese Leute, die so wutentbrannt ihren Vater zuvor beschimpft hatten, blieben still... - und nicht nur das, sie schauten sie nicht mal mehr an, als würde es Berengar, den Roten und sie nicht mehr geben.
Sie verließen das Dorf und eilten eine ganze Weile durch die Wildnis, immer wieder zog ihr Vater sie auf die Füße, wenn sie wieder einmal nicht Schritt halten konnte.
Noch einmal schaute sie ihrem Vater ins Gesicht. "Wieso hast du mir nie etwas gesagt?", klagte sie den kalten Körper an, "Wieso hast du mir nie erklärt was damals passiert ist?"
Sie schob das Floß, das sie ihm gebaut hatte ins Wasser, drappierte die noch trockenen Kräuter um ihn und entzündete das Floß. Einen anderen Tag konnte sie sich nicht aussuchen, zu stark war die Gefahr entdeckt zu werden und das würde Fragen aufwerfen, Fragen, auf die sie keine Antwort wusste.
"Sag' niemandem meinen Namen!", hatte er sie immer ermahnt. Es war auch das letzte, was er ihr zugeflüsstert hatte, als seine Atmung flacher wurde. Elfrun schüttelte den Kopf und wischte sich schnell eine Träne, trotz des Regens, weg, so als ob ihr Vater noch immer sehen könnte, dass sie weinte. "Zeig' nie eine Schwäche!", die Ermahnung ging ihr durch den Kopf, sie seufzte und sah noch einmal zu dem sich entfernenden Floß.
'Alles Vater, aber du kannst nicht erwarten, dass ich Ewigkeiten in der Wildnis verbringe...vollkommen allein."
Sie drehte sich um und ging.
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2 Jahre 11 Monate her #738 von Elfrun Berengardottir
Elfrun Berengardottir antwortete auf das Thema: Zuflucht der Wildnis
Mitten im Schlaf wurde Elfrun geweckt von ihrem sich hebendem Magen. Immernoch etwas wankend ging sie an dem noch schlafendem Mann vorbei zur Tür, schaffte es gerade noch um die Hausecke als ihr Magen rebellierte.
Mit dem Ärmel der Kleidung, die der Mann ihr geliehen hatte, wischte sie sich den Mund ab.
Sie atmete tief durch. 'Dieser Scheißkerl von Mann hat mich DOCH vergiftet', dachte sie sich, 'oder warum sollte er nicht an dem Met so leiden?'

Elfrun ging zurück, stellte sich vor den Mann, der auf der Strohmatte schlief und zückte ihr Messer.

Trotz der beginnenden stechenden Schmerzen in ihrem Kopf, versuchte sie einen klaren Kopf zu behalten.
'Warum hat er mir all das gegeben, um mich dann zu vergiften?' Sie spielte mit dem Messer in ihrer Hand mit einer gewissen Leichtigkeit, als ob sie das häufiger tun würde. Vergeblich versuchte sie sich an den Abend zu erinnern. Der hämmernde Kopf machte es nicht besser. 'Was hat er mir gegeben? Die Todesfee? Den leichten Schlaf?' Elfrun ging die ganzen Gifte durch, die sie kannte, aber alles passte nicht so recht.
Sie schüttelte den Kopf, sofort fuhr ein heftiger Stich ihren Schädel und das Messer glitt ihr aus der Hand, direkt auf den schlafenden Körper zu. Mit einem letzten Rettungsversuch griff sie in die Klinge, schaffte es aber somit das Messer abzuhalten.
Schmerz durchfuhr ihre Hand. Sie steckte schnell das Messer weg, drehte sich auf der Stelle um und verließ das Haus.

'Es hat keinen Sinn ihn jetzt zu töten, ich muss erst mal wissen, was mit mir los ist.' Die Schmerzen ignorierend suchte sie hinter der Theke nach einem Anhaltspunkt, um welches Gift es sich handelte, aber alles was sie fand war Met, Wein und jede Menge Geschirr. Sie gab die Suche auf, steckte sich noch schnell etwas ein und verschwand, so schnell ihr schmerzender Kopf es erlaubte.
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2 Jahre 11 Monate her #748 von Swindalf
Swindalf antwortete auf das Thema: Zuflucht der Wildnis
Als der Mann erwachte war das Mädchen fort. Er hatte es sich schon beinnahe gedacht aber die Hoffnung der Met würde ihr etwas länger ruhe verschaffen hatte sich also nicht bewahrheitet.

Jetzt stand er auf ungewöhnlich spät für einen Bauer doch heute würde er die Felder stehen lassen und die Tiere sich selbst überlassen. Dieses Junge Ding hatte von Wölfen erzählt als sie durchnässt bei ihm aufgetaucht war. Wölfe waren nicht gut für das ganze Vieh das in den Ställen grasste. Der Alte Veteran nahm sich Schild und Speer und auch die Rüstung aus der lang vergangenen Zeit. Er würde die Wölfe Jagen und nicht nur für das Mädchen das ihren Namen nicht genannt hatte sondern auch für seinen Frieden.

Als Swindalf später wiederkam wurde es Nacht. Er hatte Die Wölfe gejagt und doch nur einen von ihnen erwischt. aber im Umkreis von einer Meile um seinemn Gasthof war mit Sicherheit kein Wolf mehr. Das Biest hatte sich tapfer gewehrt und einige neue Schrammen Zierten den Körper des Veteranen. Als er nun wieder in sein Haus ging und sich die Rüstung abnahm viel sein Blick auf das Strohlager.

'Ich hab keine blutenden Wunden und das Mädchen hatte auch keine als ich sie gestern ins Bett legte. Woher kommt dann dieses Blut? Das Mädchen wird sich doch nicht noch etwas angetan haben. Schnell ging Swindalf nocheinmal hinaus in die Nacht. Er hielt es für seine Pflicht das junge ding zu schützen.
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2 Jahre 11 Monate her - 2 Jahre 11 Monate her #780 von Elfrun Berengardottir
Elfrun Berengardottir antwortete auf das Thema: Zuflucht der Wildnis
(Um einmal die Lücken aufzufüllen, ein wenig Info)

Nachdem Elfruns Alkoholauswirkungen ein Ende hatten, sie hatte sicherheitshalber sämtliche Gegengifte trotz Nebenwirkungen eingenommen, war sie zu Swindalf zurückgekehrt und hatte ihn mit drehender Schleuder zur Rede gestellt. Sie hatte Klarheit gebraucht.

Jetzt wusste sie über die gefährlichen, aber auch heilenden Eigenschaften von Alkohol bescheid und schämte sich ein wenig über ihre heftige Reaktion.

"Möchtest du bei mir wohnen oder in der alten Schule dein Lager aufschlagen?", hatte er immer wieder gefragt und sie hatte keine passende Antwort gewusst. Nach eingen Überlegungen hatte sie beschlossen erst einmal abzuwarten, was sich ergibt.

Nachts schlief sie in seinem Haus, tagsüber durchstriff sie wie immer die Wälder und wenn sie sich absolut unbeobachtet fühlte, kümmerte sie sich um die Pflanzen, die einzigen Begleiter, die sie wärend der Zeit mit ihrem Vater noch gehabt hatte.

Nach ein paar Tagen hielt sie es nicht mehr aus, sie musste wieder losziehen. Sie tauschte ihre einfache Kleidung gegen ein paar Ledersachen aus, nahm sich Messer und Axt, ein bisschen Proviant und die 2 goldenen Ringe und lief ohne ein Wort zu sagen in die Wildnis hinaus.


Drei Tage später, Elfrun angelte gerade, passierte genau das, was Swindalf irgendwie schon vorausgeahnt hatte. Erneut überraschte sie ein Wolf, diesmal biss er sie sogar direkt in die Schulter. Er rutschte jedoch ab und so hechtete Elfrun direkt ins Wasser... Das Wasser klatschte über ihr zusammen und sogleich tauchte Elfrun, trotz der starken Schmerzen und der schwer wiegenden Kleidung, nur weg von dem Wolf. Ihr blieb die Luft weg, viel Zeit würde ihr nicht mehr bleiben...sie schnappte nach Luft, bekam nur Wasser in die Lungen, schaffte es aber in dem Moment an Land, wo sie das Wasser aushustete. Ein wenig länger und es wäre aus gewesen.

Die Schmerzen in der Schulter meldeten sich nun mit einer Heftigkeit, die sie nicht mehr ignorieren konnte. Sie sah sich um, der Wolf war weg, aber sie war ganz in der Nähe von der großen Siedlung. Mit letzter Kraft schleppte sie sich nach Nordwacht.
Letzte Änderung: 2 Jahre 11 Monate her von Elfrun Berengardottir.
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2 Jahre 11 Monate her #801 von Elfrun Berengardottir
Elfrun Berengardottir antwortete auf das Thema: Zuflucht der Wildnis
Eine Tür stand offen, Elfrun schlüpfte instinktiv hinein und wollte sich gerade ein wenig umsehen, als sie Schritte hörte. Sie versteckte sich hinter einem Vorsprung und hoffte, dass die Person nicht so weit gehen würde. Schwere Schritte hörte sie an der Tür, die Tür schloss sich und der Mann, sie war sich sicher, dass es ein Mann war, blieb direkt an der Treppe stehen. Elfrun wagte es kaum zu atmen. Sie hörte es rascheln. ((Ab hier Phantasie, da er sich ausgeloggt hat)) Nach einer gefühlten Ewigkeit bewegte er sich wieder, er ging die Treppe hoch, offenbar um zu schlafen, denn die Nacht war eingebrochen. Sie sah um den Vorsprung und entdeckte die Truhen, sie konnte nicht anders, sie schaute hinein und ihre Augen glänzten bei den vielen Amuletten, sie sah in die andere und entdeckte die vielen Silbermünzen. Es raschelte oben. Schnell nahm sie 10Münzen heraus und schlich sich hinaus. In der Eile merkte sie nicht, dass sich die Tür hinter ihr nicht wieder schloss, als sie in der Nacht verschwand.
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2 Jahre 11 Monate her #863 von Elfrun Berengardottir
Elfrun Berengardottir antwortete auf das Thema: Zuflucht der Wildnis
In der Nacht hielt sie das Ritual ab, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Erschöpft taumelte sie blutüberströmt und vollkommen nackt den Berg herunter. Wie sie es runter geschafft hatte, wusste sie selbst nicht. 'Zuflucht' war der einzige klare Gedanke, den sie fassen konnte. Zitternd, nicht nur vor Kälte, sondern hauptsächlich vor Erschöpfung wankte sie ins Wasser. Sie musste jetzt durchhalten, das wusste sie. Noch ein paar Züge und sie wäre in Sicherheit. Sie erreichte das andere Ufer und blieb für eine Weile dort liegen....'nicht einschlafen, sonst bist du tot', sie klammerte sich an den Gedanken, rappelte sich noch einmal auf, taumelte, nun mit wässrig blutverklebten Haaren und Haut, durchs südliche Tor von Nordwacht, kroch, immer noch vollkommen unbekleidet die Treppe hoch in ihr Bett und fiel in Ohnmacht.
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