An fremden Gestaden

Mehr
2 Jahre 10 Monate her #722 von Trystan Warrick
Trystan Warrick antwortete auf das Thema: An fremden Gestaden
Wie ein Pfeil taucht die Federspitze in das Tintenfässchen, und benetzt seine Spitze mit der dunklen, glänzenden Flüssigkeit. Mit schwungvollen Bewegungen fuhr sie über das Papier, hinterließ dort eine Spur aus der sich erst Buchstaben, dann Worte und schließlich ganze Sätze bildeten, ehe Trystan sie beiseite legte und das Papier zerknüllt zur Seite schmiss. Warum wollte ihm keine anständige Formulierung einfallen? Frust zeichnete sich in seinem Gesicht ab, während er für einen Moment durchatmete. Er saß oben an der Mühle, von dort aus hatte man einen guten Blick auf den Sonnenaufgang, und wenn man bereit war sich hin und wieder umzusetzen, konnte man hier wunderbar die Frühlingssonne genießen. Trystan konnte verstehen warum Torvi gerne hier saß, und so machte auch er es sich zur Angewohnheit, sich hier hin zurückzuziehen. Er lächelte. Noch vor ein paar Wochen sah die Welt nicht so rosig aus, das er hier sitzen würde ein Gedicht zu verfassen.

Es war Abend gewesen, die Sonne war im Begriff unterzugehen, und Trystan hatte sich weit oben in die Mühle zurückgezogen. Er wusste noch nicht, das Torvi hier auch gerne saß, vor allem hatte er diesen Platz gewählt um alleine zu sein und nachdenken zu können, ohne mit dem Alltag konfrontiert zu werden... oder mit Torvi. Doch scheinbar kannte sie ihn schon zu gut, denn er saß vielleicht eine halbe Stunde hier oben, als sie vorsichtig die Treppe hinaufstieg, und fragte ob sie sich setzen dürfte. Hatte er bis dahin darüber nachgedacht was passiert war? Ob es wirklich ein Kuss war, das er da gesehen hatte? Trystan schüttelte den Kopf, es war egal was er gesehen oder auch nicht gesehen hatte. Und Torvis Handlungen überzeugten ihn davon, das es für ihn nicht vorbei war in diesem Wettstreit.

Trystan ergriff wieder die Feder, und zog ein Blatt Papier von dem kleiner werdenden Stapel. Erneut versank die Spitze des Kiels in dem dunklen Fässchen, ehe er sie erneut vorsichtig über das Papier zog und sich erneut Worte aus der Farbe bildeten. Eine kleine Pause, dann fuhr er fort und schrieb Zeile um Zeile, während er immer wieder kleine Denkpausen einlegte. Schließlich legte er die Feder ab, und sah sich sein fertiges Werk an. Es war nicht viel, aber es drückte aus was er fühlte, und er hoffte es würde Torvi gefallen. Trystan schreckte auf als der Rotschopf plötzlich neben ihr stand, ihn fragte was er denn da machte. Zügig war das Papier gefaltet neben ihm versteckt, doch natürlich war es Torvi aufgefallen, das er da etwas zu verbergen hatte. Einen großen Unterschied würde es nicht machen, vielleicht hätte er hier und dort noch etwas geändert, aber die Aussage wäre die gleiche geblieben. Also entschloss er sich vorzutragen:

Mit den schönsten blauen Augen
hast du mich einst angelacht
über Nacht wohl kaum zu glauben
ist die Lieb in mir erwacht

Sehnsuchtsvoll sah ich im Traume
oft dein hübsches Angesicht
doch erwachend stand im Raume
nur das fahle Mondenlicht

Lächelnd kamst du mir entgegen
wenn ich Morgens zu dir kam
glücklich ging ich meiner Wegen
als ich Mittags Abschied nahm

Doch gar bald durchwühlt ein Sehnen
mir die Brust mit jähem Schmerz
morgen früh erst sollt ich wieder
sehen dich mein liebes Herz

Nein das konnt ich nicht ertragen
das war mir zu lange Zeit
Ein paar kurze Tagesstunden
dünkten mir die Ewigkeit

Und so ging ich oft ganz heimlich
deinem Hause nah vorbei
war dann selig daß mein Herz nun
näher deinem Herzen sei

Freudig nahm sie seine Worte entgegen, man sah das sie sich sehr darüber freute und sie fragte ihn gar, ob sie sich das ganze in ihr Haus hängen dürfe, nachdem sie ihm einen Kuss auf die Wangen hauchte. Ein warmes Gefühl machte sich in ihm breit, er hatte nicht erwartet das es ihr so gefallen würde. Wenn er genauer darüber nachdachte, war er sich nichtmal sicher gewesen ob Torvi so etwas überhaupt gefallen würde. Leider blieb den beiden nicht mehr viel Zeit, denn ein Reiter meldete sich am Tor, und so mussten sie bereits wieder ihren Aufgaben nachgehen. Trystan wusste jedoch, das er sich weiter anstrengen und ihr nach allen Formen der Kunst den Hof machen würde. Mit genug harter Arbeit, würde die Zuneigung, die sie ihm zur Zeit schenkte, vielleicht zu mehr werden, wenn sie es nicht schon war. In Torvis Kopf schauen, so gerne er das können wollte, war ihm nämlich noch nicht vergönnt.
Folgende Benutzer bedankten sich: Forthwyn, Steinar, Adelina, Razlov Krishkin, Bran, Torvi, Elin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 10 Monate her #739 von Trystan Warrick
Trystan Warrick antwortete auf das Thema: An fremden Gestaden
Schatten spielen fangen an der Wand, während die prasselnden Tropfen des Regens langsam die Stille der Nacht durchbrechen. War es wirklich schon April? Wenn man das Wetter betrachtete, passte alles: mal war es sommerlich warm und die Sonne küsste das Land, dann gab es Tage wie diesen, an dem es regnete und regnete, als würde der Herr eine Sinnflut schicken wollen. April, April, der macht was er will hieß es immer. Und wenn Trystan so durch sein Fenster blickte, stimmte er dem zu. Ob es Zuhause auch regnete? Eineinhalb Jahre waren vergangen, seitdem er aufgebrochen war, seitdem er hier lebte. Sein Blick fiel auf einen Brief, den er vor ein paar Tagen geschrieben hatte. Sollte die Königin einen Boten entdecken, der mit dem südlichen Königreich in Kontakt stehen könnte, würde er diesen Brief an seine Eltern und seine Schwester überbringen lassen.

Trystan schritt leise durch den Raum und entledigte sich seiner Waffe, die er vorsichtig neben der Tür an die Wand lehnte. Bis vor einigen Minuten hatte er zusammen mit Torvi vor ihrem Haus gesessen und geredet. Scheinbar hatte sie keine sehr angenehme Nacht gehabt, scheinbar hatte sie einen Alptraum gehabt. Wirklich nachgehakt, was passiert war, hatte er nicht, und so wie sie reagierte wollte sie auch eher nicht darüber sprechen. Also tat er, was er immer tat, nahm sie in den Arm und beruhigte sie so gut es ging. Es tat gut, in ihrer Nähe zu sein, sie bei sich zu fühlen, auch wenn Trystan nicht wusste, wie sie letztlich für ihn empfand. Immer wieder schickte sie Signale, die ihm bedeuteten das sie ihn mochte, vielleicht auch mehr als nur einen Freund, und doch war dort diese Ungewissheit, die an ihm zehrte.

Der junge Mann setzte sich erst auf sein Schlaflager und schien einen Moment zu überlegen ehe er vom Rand rutschte und sich vor das Bett kniete um in ein kurzes Nachtgebet zu versinken, den Herrn zu bitten der Rothaarigen eine Nacht zu schenken, in der sie erholsam schlafen konnte. Trystan öffnete die Augen. Würde der Herr ihn überhaupt noch erhören, wenn er doch auf andere Götter schwörte und sich von ihren Prinzipien leiten ließ? Er schüttelte den Kopf. Die Prinzipien die er befolgte waren auch die des Herrn. Egal welchen Göttern er sich versprach, Trystan war überzeugt das der Herr dies wohlwollend betrachten würde, solange er seinen Weg beschritt. Er blieb einen Moment vor dem Bett und hielt inne, ehe er erneut zum Gebet ansetzte. Diesmal nicht an den Herrn der Christen, sondern an die Götter, die er zu seinen Schutzpatronen auserkoren hatte: Tyr und Freya. Er wusste nicht, ob es in Torvis Glauben soetwas wie solche Gebete überhaupt gab, aber es fühlte sich für ihn so richtig an.

Nach einem Moment des Betens erhob sich Trystan und legte sich ins Bett, die Augen auf das Dach des Hauses gerichtet. " Ich liebe dich. " hatte er geflüstert, kurz nachdem Torvi die Tür geschlossen hatte, fast so als hätte er gewollt das sie es hörte. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Ja, vielleicht hatte er es gewollt.
Folgende Benutzer bedankten sich: Steinar, Adelina, Torvi, Elfrun Berengardottir

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #779 von Trystan Warrick
Trystan Warrick antwortete auf das Thema: An fremden Gestaden
Tage vergingen, Sonne füllte die Welt mit Licht und Wärme während die Blumen in voller Blüte standen, und die Feldarbeiter die ersten Ernten einholten. Der harte Winter war endlich vorbei, hatte dem Frühling Platz gemacht, der nun seine schützende Hand über das Land legte. Trystan stand vor seinem Häuschen an den Kräutergärten, und ein wildes Gemisch aus wohltuenden Gerüchen erfüllte seine Nase, während er lächelnd die Pflanzen betrachtete die er Torvi geschenkt hatte, und die sich hier wunderbar machten. Er lächelte und erinnerte sich an ihr freudiges Gesicht, als er ihr die Blumen überreicht hatte, ehe er sich an sein morgendliches Trainingsprogramm machte, und seine Runden um Nordwacht lief, natürlich in voller Rüstung. Es folgten Liegestütze, Klimmzüge und Training an der Strohpuppe, ehe es früher Mittag wurde. Den Winter über hatte er sein Programm etwas zurückgeschraubt, aber nun würde er wieder dafür sorgen, dass er in Form blieb. Nach dem intensiven Training wusch er sich erst einmal, ehe er die normale Kleidung anlegte und sich überlegte wie er den Tag heute verbringen würde. Als er aus dem Haus trat sah er Torvi an den Kräutergärten, wie sie gerade ihrem Tageswerk nachging. Sie war vor einigen Tagen aus dem Süden zurückgekehrt, wahrscheinlich hatte sie dort Sebastian besucht, so zumindest Trystans Vermutung. Die beiden hatten sicherlich eine Menge zu bereden, wenn er daran dachte was er von Lina erfahren hatte. Sonderlich positiv konnte das ganze jedenfalls nicht ausgegangen sein. Bis jetzt hatte er nicht die Gelegenheit gehabt, sie darauf anzusprechen, doch nun bot sich ein guter Moment. Lächelnd grüßte er die Rothaarige, die kurz ihre Arbeit an dem Beet vollendete und sich dann zu ihm herumdrehte. Eine kurze Begrüßung, dann eine Entschuldigung das sie noch wichtiges zu tun hätte, und schon war sie gen Tor verschwunden. Trystan sah ihr hinterher, und dachte sich nicht allzu viel dabei. Im Frühling gab es für die junge Frau eben viel zu tun, die Kräutergärten, die Tiere die nach Aufmerksamkeit verlangten, die Felder die bestellt wurden.

Der nächste Tag startete ähnlich wie der letzte, Training am Morgen, Arbeit an Schmelze und Schmiede dazu die andauernde Arbeit an dem Platz oben auf dem Berg in der Mitte der Stadt. Irgendwann würde hier ein großer Bergfried stehen, und allein dieser Gedanke trieb die Bewohner der Stadt immer wieder an, hier weiter zu graben, auch wenn es Schwierigkeiten gab. Als er wieder auf Torvi traf, gab es wieder die Antwort das viel zu tun sei, und schon war sie weg. Die nächsten Tage lief es nicht wirklich anders. Torvi schien ihm aus dem Weg zu gehen, und bestätigte seine Vermutung, das unten im Süden etwas passiert war.

Am nächsten Tag reiste Trystan nach Klingenberg, eine kleine Erholung von der täglichen Arbeit. Seitdem das Land von den Franken verlassen war, gab es wieder eine angenehme Reiseroute, und so erreichte er die Hauptstadt des Südens schnell. Er traf die Königin westlich der Stadt an, als sie gerade ein Grab pflegte. Es gehöre Adam Chesterfield, verriet sie ihm, er habe vor einigen Tagen Selbstmord vor den Toren der Stadt begangen. Die beiden führten ein langes Gespräch, bis in die Nacht hinein, ehe er sich freudig von ihr verabschiedete. Sie würde in den Süden reisen, um die Gebeine ihres verstorbenen Gemahls seiner Familie zu übergeben, und sie hatte sich bereit erklärt einen Brief für Trystans Eltern mitzunehmen.

Die Rückreise verlief ebenso ereignislos wie die Hinreise. Die Gedanken des jungen Mannes waren gemischt. Zum einen sorgte er sich um Torvi. Wenn sie ihm so aus dem Weg ging, musste irgendwas passiert sein. Trystan ging nicht davon aus, das sie und Thorwald ein sehr freudiges Gespräch hatten. Wenn er es sich genau überlegte wirkte sie vielleicht ein wenig verletzt. Den ganzen Rückritt grübelte er darüber wie er ihr vielleicht helfen könnte, doch wenn sie nicht darüber reden wollte, waren ihm die Hände gebunden. Sollte sie sich entscheiden auf ihn zu zu kommen, würde er auf jeden Fall für sie da sein.
Letzte Änderung: 2 Jahre 10 Monate her von Trystan Warrick.
Folgende Benutzer bedankten sich: Steinar, Adelina, Torvi

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 8 Monate her #956 von Trystan Warrick
Trystan Warrick antwortete auf das Thema: An fremden Gestaden
Schatten tänzelten im Licht des Mondes zwischen den Bäumen des Waldes, während der Wind die kargen Äste sanft in Schwingung versetzte. Es war still, neben dem leichten Rauschen des Windes waren die üblichen Geräusche der Nacht beinahe verstummt und nur das Geräusch von Hufen auf Waldboden war laut zu vernehmen. Eigentlich wollte Torvi schon lange wieder zu Hause sein, und als sie zum Sonnenuntergang nicht gekommen war, hatte er sich mit Shariro, seinem treuen Hengst, auf den Weg gemacht, nachdem er ein Schwert gegriffen hatte. Vorsichtig ritt er in den Wald und hielt Ausschau, nach etwas das ihm auffällig vorkam. Eine ganze Weile war nichts zu hören, dann das Heulen eines Wolfes. Schnell hatten andere Artgenossen sich ihm angeschlossen, und mit dem Lauten Geräusch die Stille der Nacht durchbrochen. Trystan horchte auf. War da gerade etwas, zwischen dem Heulen der Wölfe? Er gab dem treuen Tier die Sporen, nur knapp weichen die beiden den Bäumen aus, die aus der Dunkelheit immer wieder nach ihnen schlugen, ehe das Geräusch der Wölfe und ihrer Beute näher kam. Er konnte bereits einige der Tiere sehen, nicht jedoch was sie dort umkreisten. Mit festem Griff am Schwert stieg er vorsichtig von Shariro ab, und näherte sich dem ganzen scheinbar unbemerkt, ehe er hinter einem Baum hervorlugte und schließlich sah, was dort passierte. Sein Herz begann zu rasen, und ohne das er es richtig realisiert hatte, setzte sich sein Körper in Bewegung. Ein Sprint in die Richtung der Wölfe, die keine zehn Meter von ihm entfernt waren, ein Aufschrei erfüllt von Wut und Angst. Angst um das Leben der Frau die er liebte, und in deren Körper sich die Fänge eines mächtigen Tieres gruben. Mit einem Satz warf er sich gegen das Alpha-Tier, das Gewicht seines Körpers und seiner Rüstung zwangen den riesigen Wolf dazu von Torvi abzulassen.

Trystan rappelte sich auf, doch der Wolf war schneller als er und setzte erneut zum Sprung an, riss den gerüsteten wieder zu Boden während Klauen und Zähne sich zum Teil in die Platten der Rüstung, jedoch auch in sein Fleisch bohrten. Er biss die Zähne zusammen, und holte mit dem Schwert in seiner Rechten nach dem Wolf aus. Die Klinge bohrte sich in den Körper des Tieres, welches darauf einen Satz nach hinten machte. Vorsichtig rappelte Trystan sich auf, löste die Schnallen seiner Armschienen, die plump zu Boden fielen. Der Wolf hatte sie unbrauchbar gemacht, und im weiteren Kampf würden sie ihn nur behindern, und auch der Helm fiel so schließlich zu Boden. Der junge Mann führte die zweite Hand an den Griff der Klinge, und folgte den Bewegungen des Wolfes, seinen eigenen Körper schützend vor den der am Boden liegenden Rothaarigen. Mit hasserfülltem Blick, sah er in die gelben Augen des Wesens, trotz der schweren Verletzungen würde der Alpha wohl nicht fliehen. Stattdessen umkreiste er die beiden Menschen nun, wartete wohl auf den richtigen Augenblick um zuzuschlagen. Doch diesen würde Trystan ihm nicht geben. Mit dem Kampfschrei eines nordischen Berserkers stürzte er sich auf den Wolf, der seinem Schlag nur knapp entgehen konnte und dann selbst in die Offensive ging. Erneut rammten sich Zähne in Platte und Fleisch, und warmes Blut tropfte von ihm herab. Trystan versuchte den Wolf von sich zu schütteln, ohne Erfolg. Mit eisernem Kiefer hatte er sich in seine Schulter verbissen, und der Braunhaarige fiel unter der Wucht des Angriffs zu Boden. Leere fing an sich in seinem Kopf breit zu machen, als sein Bewusstsein langsam nachließ. Sein Blick glitt zu Torvi, die neben ihm lag, die mit flachem Atem die Brust hebte und in der Kälte kondensierte. Trystan riss sich aus der nahenden Bewusstlosigkeit und rammte dem Tier mit aller Kraft das Schwert in den Leib, ein schmerzerfülltes Geräusch war zu hören, und es schien als hätte das Tier genug. Der Wolf schien fliehen zu wollen, doch diesmal war es Trystan, dessen Umklammerung eisern war. Er warf sich mit seinem Gewicht auf ihn, und rammte ihm schließlich den Dolch in den Rachen, den er zuvor im Gerangel aufgehoben hatte. Kurz kämpfte der Wolf noch um sein Leben, rammte seine Krallen in den Körper des Mannes, ehe er schließlich leblos zusammensackte. Triumph! Trystan brüllte auf, wie ein wildes Tier und richtete seinen Blick auf die Wölfe, die einen Kreis um die beiden gebildet hatten. Ihr Alpha war tot, wollten sie ihn rächen? Hufgetrampel! Norna und Shariro nutzten die Ablenkung und stampften mit den Vorderhufen auf den Boden, wieherten laut auf und schienen die Jäger vertreiben zu wollen. Es dauerte einen Moment, doch schließlich entschieden sich die verbliebenen Wölfe die Flucht zu ergreifen.

Trystan sank neben Torvi in die Knie, vergewisstere sich das sie noch lebte, und atmete dann erleichtert auf, als er ihren Atem spürte. Als würde sein Körper wissen, das es nun vorbei war, entschwand auch sein Bewusstsein, und sein Körper sank neben ihren in den Schnee.
Folgende Benutzer bedankten sich: Frieda, Adelina, Torvi, Toradur

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 8 Monate her #987 von Trystan Warrick
Trystan Warrick antwortete auf das Thema: An fremden Gestaden
[ZEITSPRUNG WEIL AKTUELLES NOTWENDIGES RP]

Trystan war....nervös. Es war nun etwa eine Woche, vielleicht eineinhalb her, dass Irene die Flusslande verlassen hatte, und Klingenberg führungslos war. Mit schnellen Schritten trug es den jungen Mann durch das große Tor, hinter dem er bereits von dem Hauptmann der örtlichen Wache, oder was davon übrig war, erwartet wurde. " Belagerungszelte vor der Hauptstadt? Katapulte, Triböke und Rammen? Was wird das? Krieg? " sprach der Mann mit einer Mischung aus Zorn und Angst, und auch den umstehenden Leuten, die ihrem Tagewerk nachgingen, war anzusehen, dass das Belagerungscamp nur unweit von der Stadt entfernt ihnen Angst machte. " Ich... Nein, es wird keinen Krieg geben. Hoffe ich. " begann Trystan und zog sich mit dem Mann etwas zurück, in eine kleine Wachkammer am Tor. " Bran möchte die Situation mit den Räubern in den Griff bekommen, und er hält es für die beste Entscheidung in Zuge dessen Klingenberg als sein Eigen zu nehmen, und damit den ganzen Süden. " Er konnte seinem Gegenüber den Protest aus dem Gesicht lesen. Ein Nord der über den Süden herrschte, undenkbar. " Das sind seine Bedingungen? Das wir ihn als unseren Herrscher anerkennen? Das wir ihm Klingenberg übergeben? " Trystan nickte kurz und sah ihn ernst an. " Ja, das fordert er, und er wird jeden Aufstand niederschlagen lassen. Mir gefällt das auch nicht. " Stille. Dann schiebt der Mann sich zur Tür und ruft nach einem seiner wenigen Wachleute. " Hans, trommel die Bewohner der Stadt zusammen. Wir müssen uns entscheiden, wie es weitergeht. "

Eine Viertelstunde war vergangen, und immer mehr Menschen sammelten sich auf dem Festplatz der Stadt, auf dem die Wache ein paar Kisten aufgestellt hatte, auf denen Trystan sich platzierte. " Liebe Bürger von Klingenberg. Es ist schön so viele bekannte bekannte Gesichter zu sehen, und ich hoffe das ihr im Angesicht der aktuellen Lage bereit seid, mir euer Gehör zu schenken. Ich möchte auch direkt zum Punkt kommen. Bran Olavson, der Großjarl des Nordens, verlangt die Herrschaft über den Süden. Um Ordnung zu schaffen, um für Frieden zu Sorgen. " Gemurmel in der Menge, die aus gut einhundert Bewohnern der Stadt bestand. Andere waren bereits fort, hatten die Stadt ebenso wie ihre Königin verlassen. " Ich weiß wie viele von Euch darüber denken. Ein Nord der im Süden herrscht. Ein Nord der mit Belagerungswaffen vor Eurem Tor steht. " Das Gemurmel wird langsam lauter und an einigen Stellen gibt es Ausrufe. " Klingenberg ist meine zweite Heimat. Ich möchte nicht das Euch etwas passiert. Und ebenso wie Euch, gefällt mir der Gedanke auch nicht gänzlich. " Er schüttelte kurz den Kopf und schaut ernst in die Menge. " Dennoch haben wir keine Wahl. Bran ist kein schlechter Herrscher. Seitdem er im Norden herrscht, gibt es dort keine Räuber, und den Menschen geht es gut. Ich bitte Euch als einer der Euren: gebt keinen Wiederstand und öffnet ihm die Tore. Solange ich lebe, werde ich dafür sorgen das es Euch gut gehen wird. " Die Menge schien sich nicht gänzlich zu beruhigen, es gab Zweifler, aber auch einige Stimmen die sich gegen ein Blutvergießen aussprachen. Eine halbe Stunde verging, in der eine große Diskussionsrunde entstand. Es gab viele die sich dem Großjarl ergeben wollten, doch einige besonders radikale stemmten vehement dagegen.
Folgende Benutzer bedankten sich: Adelina, Torvi, Toradur

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.054 Sekunden