Vor einigen Tagen fand das erste offizielle Thing der Nordleute statt. Auf diesem sollte über den bevorstehenden Winter und den zukünftigen König gesprochen werden.
Als das Treffen eröffnet wurde, waren viele Vertreter des Nordens, aber auch einige neugierige Zuschauer des Südens vertreten. Sofort nach den ersten Worten, die von Steinar Egilsson über den geplanten Ablauf gesprochen wurden, entfachte sich eine heiße Diskussion. Die Vertreter von Rabenfels warfen Ihren Mann Reinhardt um den Thron ins Rennen, was bei vielen anderen sauer aufstieß, da Rabenfels im Norden nicht den besten Ruf genießt, doch dazu später mehr.

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Während Rabenfels auf die Ernennung eines Königs beharrten, wurden die Rufe nach einem Rat immer lauter, deren ernannte Mitglieder ihren Vertreter des Nordens ernennen sollten. Vorallem Die Eisernen und die Brüder Hjalmarsson setzten sich für die Ernennung eines Rates ein und entwaffneten die provokativen Angriffe von Seiten Rabenfels mit einem Schnellfeuer an Argumentationen. Letztendlich musste sich Reinhardt samt Gefolge geschlagen geben, nachdem sich immer mehr der Anwesenden für einen Rat und gegen eine Ernennung des Königs stellten. 

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So wurde nach der hitzigen Debatte entschlossen, dass jeder Claim des Nordens zwei Vertreter für den Rat ernennen sollte, welche sich ein paar Stunden später wieder auf dem Thing-Platz eintreffen sollten, um die weiteren Angelegenheiten zu besprechen. Währenddessen feierten die ersten schon feuchtfröhlich tanzend auf den Tischen.

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 Einige Stunden und viele Liter Met später fanden sich die Vertreter der Claims erneut am Thingplatz zusammen. In dieser kleineren Runde sollte nun ein Vertreter gewählt werden, der den Vorsitz über den Rat hält und die Belange des Nordens gegenüber dem Süden vertritt. Als gefragt wurde, wer diesen Posten übernehmen würde erhob sich zum Erstaunen vieler nun nicht Reinhardt, der zuvor als König zur Wahl gestellt wurde, sondern Ulrich Torgau. Doch auch diese Bewerbung führte erneut zu erhitzten Gemütern. Während Rabenfels versuchte mit ihrer Größe und ihrem Wohlstand zu punkten, stieß genau dieser Fakt bei vielen auf massive Gegenwehr, so wurde in Frage gestellt, dass Rabenfels sich für seine Bewohner einsetzen würde, da diese bisher eher in die eigene Tasche wirtschafteten und wenig Interesse an den umliegenden Siedlungen zeigte. Die Vertreter der anderen Claims eröffneten, dass sie sich bisher immer gegenseitig unterstützten und halfen, während man sich von den Bewohnern Rabenfels‘ eher im Stich gelassen fühlte. Trotz mehrfacher Versprechen sich um jeden Claim des Nordens zu kümmern, kam Ulrich bei den anwesenden Ratsmitgliedern nicht auf einen grünen Zweig.

Als nächster meldete sich Atlan zu Wort. Nun kochten die Gemüter erneut hoch, da Atlan bekennender Christ ist. Er bat darum dem Rat vorzusprechen, da auch seine Siedlung den Nordlanden angehört. Nachdem er sich viele Anfeindungen hatte anhören müssen, setzten sich jedoch letztendlich Freyja und Gunnar für ihn ein, so dass auch er vorsprechen durfte. Er plädierte für den Zusammenhalt des Nordens und bot seine Dienste unentgeltlich an, um den Norden aufzubauen und zu stärken und appellierte bei den anwesenden Parteien es ihm gleichzutun.
Schlussendlich traten noch Steinar und Gwydion in die und erörterten ihre Strategie für eine erfolgreiche Zukunft des Nordens.

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Als die Abstimmung begann, stellten sich die drei Bewerber Steinar, Gwydion und Ulrich vor den Ratsmitgliedern auf. Ulrichs Gefolgsmann Reinhardt stellte sich hinterm ihm auf, was genauso unerwartet kam, wie die Positionierung von Aegis, der sich hinter seinen Bruder stellte.
Atlan entschied sich nach einiger Bedenkzeit für Gwydion, der nun mit einer Stimme führte.
Als letzte musste nun noch Freyja ihre Stimme abgeben, Gunnar hatte sich zwischenzeitlich verabschiedet, da sich das Treffen doch sehr in die Länge zog. Sie zögerte einen Moment, bevor sie sich für Gwydion entschied. Sie begründete ihre Wahl damit, dass sie glaube dass Ulrich aufgrund seines Zornes gegenüber den Christen, den Norden wohlmöglich in den Krieg führen würde.

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Damit war es entschieden. Gwydion wird zukünftig den Norden mit Hilfe des ihm zur Seite stehenden Rates führen und vertreten.
Das Königshaus des Südens war bisher nicht zu einer Stellungnahme bereit, doch Gerüchten zufolge soll die Wahl wohlwollend aufgenommen worden sein.